Nahrungsmittelspekulation geschieht vor allem an sogenannten Terminbörsen, die besonders groß in den USA sind und in Europa gerade wachsen. Auch wenn diese Börsen einen gewissen Nutzen für die Landwirtschaft haben können, bergen sie viele Gefahren. Vor allem durch die immer stärkere Beteiligung von Finanzspekulanten wie Banken und Fonds werden die Nahrungsmittelpreise immer mehr zum Spielball von Spekulation und Renditemaximierung. Um 2008 und momentan sind viele Nahrungsmittelpreise stark gestiegen, während die Finanzinvestitionen in Rohstoffe jeweils Spitzenwerte erreicht haben. Finanzspekulation ist damit mitverantwortlich für Millionen zusätzliche Hungernde.
Dieses Video erklärt Nahrungsmittelspekulation in 7 Minuten:
Aufruf zu sofortigen Maßnahmen gegen Finanzspekulation mit Nahrungsmitteln Mehr als hundert Organisationen fordern die FinanzministerInnen der G20 auf, Nahrungsmittelspekulation von Banken und Fonds zu beschränken.
Die EU überarbeitet momentan einige Gesetze, die für die Warenterminmärkte und damit auch für Nahrungsmittel relevant sind. Die wichtigste ist die Richtlinie über Märkte zu Finanzinstrumenten (engl. abgekürzt MiFID). Seit 20. Oktober 2011 liegen die Entwürfe der EU-Kommission vor, jetzt beraten das Europäische Parlament und der Europäische Rat über ihre Position.
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